23.08.2016

Zinsen bleiben am Boden

Die Lage der Weltwirtschaft bleibt fragil. Das zeigt nicht zuletzt die aktuelle Entscheidung der Bank of England (BoE), die Leitzinsen von 0,50 auf 0,25 Prozent zu senken. Außerdem beschloss die Notenbank in London ein Anleihekaufprogramm im Volumen von 70 Milliarden Pfund, um zu vermeiden, dass sich die Finanzierungskonditionen für Banken und Unternehmen verschlechtern. Die Wirtschaftsaussichten für Großbritannien hatten sich nicht zuletzt infolge des Brexit-Votums der Briten merklich eingetrübt, der Wirtschaft des Landes droht der größte Absturz seit 2009. Der Einkaufsmanagerumfrage durch das Analysehaus Markit zufolge könnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal um 0,4 Prozent schrumpfen. Auch die Zentralbank selbst hat ihre Wachstumsprognosen erneut zurücknehmen müssen. Sie rechnet bis Ende März nur noch mit einer Stagnation der britischen Wirtschaft. Die Austrittsverhandlungen könnten sich über zwei Jahre hinziehen. Die mit der Hängepartie verbundene Unsicherheit hält Unternehmen von Investitionen ab und erschüttert das Vertrauen der Verbraucher.

Die Aussage des britischen Notenbankchefs Mark Carney, alles Notwendige zu unternehmen, erinnert an Mario Draghis „whatever it takes“. Mit diesen Worten hatte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) vor vier Jahren eine Kettenreaktion in den Eurokrisenländern verhindert. Zinsen auf Rekordtief plus Anleihekäufe: Die BoE reiht sich mit ihrer Politik in die Phalanx anderer wichtiger Notenbanken ein – obwohl der Inflationsdruck in Großbritannien anders als etwa in der Euro-Zone durch die Abwertung des Pfundes beträchtlich ist. Die Preise im Vereinigten Königreich stiegen zuletzt um 2,4 Prozent, während der Wert in der Euro-Zone nur 0,2 Prozent betrug.



Konjunkturelle Risiken

Die EZB hatte bei ihrer jüngsten Sitzung Mitte Juli den Leitzins unverändert bei null Prozent belassen und eine Fortführung der expansiven Geldpolitik angekündigt. Das ist vor allem den Risiken geschuldet, die die Notenbanker nach wie vor für die konjunkturelle Entwicklung in der Euro-Zone sehen: Neben dem Ausstieg der Briten aus der Europäischen Union verunsichert die Märkte auch die schwierige Situation der Banken in Italien und anderen Euroländern, die der aktuelle Banken-Stresstest zutage gefördert hat. Außerdem scheinen die USA als Konjunkturlokomotive auszufallen: Deren BIP legte von April bis Juni aufs Jahr hochgerechnet nur um 1,2 Prozent zu, wie das Handelsministerium mitteilte. Experten hatten mit einem Plus von 2,6 Prozent gerechnet. Die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen könnten die Dynamik zusätzlich bremsen.
Von diesen Entwicklungen ist auch die exportorientierte deutsche Wirtschaft betroffen. Beispiel Brexit: Deutsche Unternehmen haben im vergangenen Jahr Waren im Wert von knapp 90 Milliarden Euro in Großbritannien abgesetzt. Entsprechend stark bekommen sie die dortige Eintrübung zu spüren: Laut einer Modellrechnung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) dürfte das deutsche BIP in diesem Jahr um 0,1 Prozentpunkte und 2017 um 0,3 Prozentpunkte weniger wachsen als bisher erwartet.

Druck auf die Zinsen

Die Suche der Anleger nach einem „sicheren Hafen“ für ihr Geld drückt die Renditen deutscher Staatsanleihen – und analog die Zinsen für Baugeld.
Bereits Mitte Juni war die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen erstmals unter null Prozent gefallen. Im Klartext: Anleger müssen Geld mitbringen, wenn sie dem Bund Geld leihen wollen. Die Bundesrepublik war nach Japan das zweite Land aus der Riege der sieben führenden Industrienationen, dessen zehnjährige Titel negativ rentieren.
Als „sicherer Hafen“ gilt nach wie vor auch die Investition in Immobilien – und die Kredit-Konditionen dürften auf absehbare Zeit im historischen Vergleich ebenfalls extrem günstig bleiben. Laut Biallo-Index werden für ein klassisches Hypothekendarlehen mit zehnjähriger Zinsbindung im Schnitt aktuell gerade mal knapp 1,2 Prozent Zinsen fällig. Insbesondere Bauherren oder Kaufinteressenten mit viel Eigenkapital dürften bei gezielter Auswahl sogar eine Null vor dem Komma erzielen können.


Zinstrend:
sehr kurzfristig: (1-4 Wochen): seitwärts
kurzfristig (1-3 Monate): seitwärts
mittelfristig (4-12 Monate): moderat steigend
langfristig: moderat steigend

ist ein Unternehmen der PlanetHome Group GmbH und auf die Vermittlung von Baufinanzierungen und Ratenkrediten mit nahezu allen Banken, Versicherungen und Bausparkassen in Deutschland spezialisiert. Mit mehr als 600 Mitarbeitern an mehr als 80 Standorten in Deutschland und Österreich ist die PlanetHome Group einer der führenden Dienstleister rund um die Immobilie. In der Baufinanzierung hat PlanetHyp seit Gründung im Jahr 2000 mehr als 85.000 zufriedenen Kunden zum Eigenheim verholfen. Mit über 1 Milliarde vermittelten Darlehensvolumen in 2016 gehört PlanetHyp zu den größten unabhängigen Immobilienfinanzierern und ist mehrfach ausgezeichnet (u.a. als bester Baufinanzierer). Diese langjährige Beratungserfahrung, der Einsatz modernster Technologien sowie ein Team, das Baufinanzierung so unbürokratisch und individuell wie möglich gestaltet, macht unsere Beratungsleistung besonders erfolgreich.

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