12.09.2016

Keine Überhitzung am Immobilienmarkt

Keine Überhitzung am Immobilienmarkt

Nun ist es passiert: Seit Anfang September verdienen der deutsche Konsumgüterhersteller Henkel und der französische Pharmariese Sanofi Geld damit, dass sie sich am Kapitalmarkt verschulden. Die Anleger waren bereit, für neu ausgegebene Unternehmensanleihen draufzuzahlen, und akzeptierten eine leicht negative Rendite. Henkel und Sanofi sind die beiden ersten Konzerne außerhalb des Bankensektors, die Euro-Anleihen mit Negativverzinsung am Markt platzieren konnten. Immerhin: Die laufende Minus-Verzinsung liegt mehr als einen halben Prozentpunkt über der gleich lang laufender Bundesanleihen – verrückte Zeiten!



An den internationalen Finanzmärkten hat das Zinsniveau Tiefststände erreicht. Der Grund für diese auf Dauer ungesunde Entwicklung ist die besonders lockere Geldpolitik in den führenden Industriestaaten. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) ist zwar drauf und dran, noch in diesem Jahr ihre Leitzinsen leicht anzuheben. Doch die Fed liegt weit hinter ihren ursprünglichen Plänen: Die Konjunktur in den USA verläuft weiterhin enttäuschend. Der Produktivitätszuwachs der US-Wirtschaft bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück und bietet nur wenig Spielraum für eine spürbar straffere Geldpolitik.

Derartige Überlegungen spielen in Europa derzeit überhaupt keine Rolle. Im Gegenteil: Seitdem klar ist, dass Großbritannien die EU verlassen wird, stehen die Zeichen auf noch mehr Billiggeld von den Notenbanken. Ziel ist die Stabilisierung des Finanzsektors, die Unterstützung der fragilen Konjunktur, die Ankurbelung der Kreditvergabe und die Befeuerung der gefährlich geringen Inflation. Ob das klappt, ist ungewiss. Die Bank of England dürfte aber noch in diesem Jahr weitere Maßnahmen zur Lockerung der Geldpolitik beschließen. Und auch die Europäische Zentralbank (EZB) hält mit ihrem Ankaufprogramm europäischer Staats- und Unternehmensanleihen weiter Kurs. Vieles spricht bereits heute dafür, dass die EZB das Programm im kommenden Jahr verlängert.

Renditechance Immobilie

Die Politik des billigen Geldes macht sich auch weiterhin auf den Immobilienmärkten bemerkbar. Investoren und Anleger suchen in dem aktuellen Niedrigzinsumfeld fast schon verzweifelt nach Investments mit attraktiver Rendite. Während die Aktienmärkte vielen Anlegern als zu riskant erscheinen, gelten Immobilien in Deutschland als solide und vergleichsweise sichere Anlage. Preise und Baukosten sind in den vergangenen Jahren zwar insbesondere in Ballungszentren stark gestiegen – allerdings gilt das auch für die durchschnittlich verfügbaren Einkommen. Hinzu kommen die extrem günstigen Finanzierungsbedingungen am Hypothekenmarkt. Unter dem Strich gelten die meisten Immobilienstandorte in Deutschland noch nicht als überteuert.

Das könnte sich ändern, sollte der Markt überhitzen. Für den Wohnungsbau deutet sich für 2017 bereits eine kräftige Belebung an. Allerdings bremsen regulatorische Hemmnisse, fehlendes Bauland, der Fachkräftemangel und aufgrund der hohen Nachfrage weiter steigende Baukosten die Dynamik ab. Nach Schätzungen von Experten fehlen in Deutschland derzeit rund eine halbe Million Wohnungen. Der jährliche Baubedarf wird mit rund 400.000 Einheiten veranschlagt – für das vergangene Jahr meldete das Statistische Bundesamt aber nur 247.000 neu gebaute Wohnungen.

Konjunkturelle Krisenszenarien und starke Kursschwankungen an den Finanzmärkten könnten in den kommenden Monaten die Flucht der Anleger in Sachwerte noch verstärken. Das Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage spricht für einen weiteren Preisanstieg am deutschen Wohnimmobilienmarkt. Wer also den Sprung in die eigene Immobilie plant oder sich zur Aufbesserung der späteren Rente eine vermietete Immobilie kaufen möchte, sollte zuschlagen, sobald sich eine gute Gelegenheit bietet.

Für ein klassisches Hypothekendarlehen mit zehnjähriger Zinsbindung werden im Schnitt aktuell gerade mal knapp 1,2 Prozent Zinsen fällig. Insbesondere Bauherren oder Kaufinteressenten mit viel Eigenkapital dürften bei gezielter Auswahl sogar eine Null vor dem Komma erzielen können. Schon aus Sicherheitserwägungen sollten Immobilienerwerber nicht nur 20 bis 30 Prozent eigenes Geld mitbringen, sondern außerdem eine hohe anfängliche Tilgung anstreben. Vereinbarte Sondertilgungen bieten zusätzlich die Möglichkeit, die Schulden schneller zu verringern. Denn niemand weiß, ob in zehn oder 15 Jahren das Geld für eine fällige Anschlussfinanzierung nicht wieder viel teurer sein wird.


Zinstrend:
sehr kurzfristig: (1-4 Wochen): seitwärts
kurzfristig (1-3 Monate): seitwärts
mittelfristig (4-12 Monate): moderat steigend
langfristig: moderat steigend

ist ein Unternehmen der PlanetHome Group GmbH und auf die Vermittlung von Baufinanzierungen und Ratenkrediten mit nahezu allen Banken, Versicherungen und Bausparkassen in Deutschland spezialisiert. Mit mehr als 600 Mitarbeitern an mehr als 80 Standorten in Deutschland und Österreich ist die PlanetHome Group einer der führenden Dienstleister rund um die Immobilie. In der Baufinanzierung hat PlanetHyp seit Gründung im Jahr 2000 mehr als 85.000 zufriedenen Kunden zum Eigenheim verholfen. Mit über 1 Milliarde vermittelten Darlehensvolumen in 2016 gehört PlanetHyp zu den größten unabhängigen Immobilienfinanzierern und ist mehrfach ausgezeichnet (u.a. als bester Baufinanzierer). Diese langjährige Beratungserfahrung, der Einsatz modernster Technologien sowie ein Team, das Baufinanzierung so unbürokratisch und individuell wie möglich gestaltet, macht unsere Beratungsleistung besonders erfolgreich.

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