23.03.2016

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Nach Brexit kein Zinshoch in Sicht

Die Entscheidung der Briten, sich aus der Europäischen Union zurückzuziehen, hat sowohl bei den politischen Akteuren als auch an den internationalen Finanzmärkten regelrechte Schockwellen ausgelöst. Insbesondere die Börsen wurden stark in Mitleidenschaft gezogen, weil durch das Votum negative Auswirkungen auf die Konjunktur nicht nur in Großbritannien, sondern auch in der EU erwartet werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) rechnet für den Euroraum innerhalb der nächsten drei Jahre mit einem um bis zu 0,5 Prozentpunkte niedrigeren Wachstum als bisher prognostiziert. Großbritannien könnte im kommenden Jahr sogar in eine Rezession rutschen – auch wenn Schatzkanzler George Osborne nun mit konkurrenzlos niedrigen Körperschaftsteuern die Attraktivität des Standortes fördern will.

Zwar sind EU und Großbritannien über einen konkreten Ausstiegs-Fahrplan noch uneins: Die „Resteuropäer“ drängen auf einen möglichst raschen Verhandlungsbeginn, die Regierung in London scheint sich dagegen Zeit lassen zu wollen. Dennoch haben sich die Märkte mittlerweile wieder einigermaßen berappelt. Insbesondere die Aktien- und Rohstoffmärkte legten kräftig zu – erreichten aber noch nicht wieder das Niveau von vor dem Leave-Votum. Auch der Euro konnte sich ein wenig von seinen Verlusten gegenüber dem US-Dollar erholen. Die Renditen auf 10-jährige US-Anleihen stiegen, während die Renditen auf 10-jährige Bunds trotz des zunehmenden Risikoappetits im negativen Bereich verharrten. Am stärksten profitierten die Anleihen der Euro-Peripherie-Staaten von der Stimmungsaufhellung.

Schwankungsanfälliger Markt

Allerdings dürfte auch in den nächsten Wochen eine gewisse Unsicherheit vorherrschen, die immer wieder zu deutlichen Ausschlägen an den Märkten führen kann. Die EZB hat ihre volle Handlungsbereitschaft signalisiert, die Märkte mit zusätzlicher Liquidität zu stabilisieren. Gut möglich, dass sie ihr Ankaufprogramm von Staats- und Unternehmensanleihen noch einmal ausweitet. Das spricht dafür, dass der Abwärtsdruck auf die langfristigen Renditen anhalten wird.
Seit die Akteure wieder zur Tagesordnung zurückkehren, rücken auch wieder Fundamentaldaten in den Vordergrund. Und die sind nicht überall rosig: Zwar ist etwa in Deutschland die Arbeitslosenquote auf den tiefsten Stand seit 25 Jahren gesunken, doch insbesondere Frankreich bleibt ein Sorgenkind der Euro-Zone: Reformen kommen nicht recht voran, der private Konsum ging zuletzt wieder zurück. Portugal und Spanien bekommen ihr Haushaltsdefizit nicht in den Griff – und während die linke Regierung in Lissabon keinen Ehrgeiz in Sachen Konsolidierung entwickelt, droht in Madrid nach den Neuwahlen erneut eine Hängepartie bei der Regierungsbildung.



Nicht gerade positiv bewertet auch die US-Notenbank Federal Reserve Risiken den Brexit –Großbritannien ist traditionell ein wichtiger Handelspartner, und der drastisch gesunkene Pfundkurs verteuert für die Briten Importe aus den USA. Zwar war zuletzt die Konsumlaune der Amerikaner überraschend gut ausgefallen, doch der Abschluss von wichtigen Handelsverträgen wie TTIP könnte nun in weitere Ferne gerückt sein. Vom Arbeitsmarkt waren zuletzt ebenfalls wenig frohe Botschaften gekommen. Folgerichtig scheint die Bereitschaft der Fed zu sinken, wie ursprünglich geplant in diesem Jahr noch mehrmals an der Zinsschraube zu drehen.

Während in den USA die Inflationsrate um die Ein-Prozent-Marke pendelt, lag sie in der Eurozone zuletzt wieder knapp im negativen Bereich. Immerhin könnten etwas höhere Energiepreise und der gestiegene Dollar hier mittelfristig für Abhilfe sorgen. Die EZB beobachtet die Entwicklung jedenfalls mit Argusaugen und wird bis auf Weiteres nicht von ihrer lockeren Geldpolitik abweichen, um der Konjunktur in der Eurozone möglichst viel Rückendeckung zu geben.

Spielraum für Finanzierung

Die Zinsen in Europa und damit auch in Deutschland bleiben damit auch weiter auf niedrigem Niveau – der bei Negativmeldungen zwischenzeitlich immer wieder zu erwartende Run auf sichere Geldanlagen dürfte dazu beitragen, die Lage zu verfestigen. Immerhin beobachten Experten vereinzelt eine Beruhigung bei den Immobilienpreisen – zumindest das Anstiegstempo scheint ein wenig gedrosselt zu sein. Nach wie vor profitieren Bauherren und Käufer von historisch niedrigen Finanzierungskosten. Einige Schaufensterangebote locken mit Hypothekenzinsen mit einer Null vor dem Komma – allerdings bei relativ kurzer Laufzeit und niedriger Beleihungsgrenze. Realistisch sind bei einem klassischen Paket mit zehnjähriger Zinsfestschreibung aktuell um die 1,3 Prozent. Damit die Laufzeit überschaubar bleibt, ist dringend zu empfehlen, eine anfängliche Tilgung von mindestens drei Prozent einzuplanen – und nach Möglichkeit Sondertilgungen vorzunehmen

ist ein Unternehmen der PlanetHome Group GmbH und auf die Vermittlung von Baufinanzierungen und Ratenkrediten mit nahezu allen Banken, Versicherungen und Bausparkassen in Deutschland spezialisiert. Mit mehr als 600 Mitarbeitern an mehr als 80 Standorten in Deutschland und Österreich ist die PlanetHome Group einer der führenden Dienstleister rund um die Immobilie. In der Baufinanzierung hat PlanetHyp seit Gründung im Jahr 2000 mehr als 85.000 zufriedenen Kunden zum Eigenheim verholfen. Mit über 1 Milliarde vermittelten Darlehensvolumen in 2016 gehört PlanetHyp zu den größten unabhängigen Immobilienfinanzierern und ist mehrfach ausgezeichnet (u.a. als bester Baufinanzierer). Diese langjährige Beratungserfahrung, der Einsatz modernster Technologien sowie ein Team, das Baufinanzierung so unbürokratisch und individuell wie möglich gestaltet, macht unsere Beratungsleistung besonders erfolgreich.

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