18.04.2017

Jetzt günstiges Baugeld sichern

Die Konjunktur in der Eurozone nimmt Fahrt auf, der Inflationstrend verfestigt sich – und die Rufe werden lauter: Die Europäische Zentralbank (EZB) möge bitte ihre geldpolitischen Zügel straffen. Doch EZB-Präsident Mario Draghi lehnte erst kürzlich auf einer Konferenz in Frankfurt einen Kurswechsel ab. Die Volkswirte der Notenbank haben zwar ihre vierteljährlichen Projektionen für Wachstum und Inflation heraufgesetzt – die Entwicklung, so Draghi, bleibe aber fragil und bedürfe weiterhin der EZB-Unterstützung.

Im Klartext: Eine schnelle und grundlegende Trendwende der Geldpolitik in der Eurozone ist nicht wahrscheinlich – auch weil bislang keine deutliche Beschleunigung der Kerninflation (ohne Energie und Lebensmittel) erkennbar ist. Schon im Anschluss an die turnusmäßige Ratssitzung im März bekräftigte Notenbankchef Draghi, das laufende Anleiheankaufprogramm bis mindestens Dezember 2017 fortzuführen – seit April allerdings mit einem von monatlich 80 auf 60 Milliarden Euro verringerten Volumen.

Doch zwischen den Zeilen deutete der EZB-Frontmann eine geringfügige Straffung seiner Geldpolitik an. Im Rahmen der „Forward Guidance“, die den Teilnehmern an den Finanzmärkten eine zuverlässige Orientierung zur weiteren Geldpolitik geben soll, wurde zwar der Hinweis beibehalten, dass die Leitzinsen zukünftig auch auf einem niedrigeren Niveau als aktuell liegen könnten. Es fehlte aber die Passage, dass der EZB-Rat alle ihm gemäß seinem Mandat zur Verfügung stehenden Instrumente nutzen könnte.

Die sich abzeichnende Erholung der Wirtschaft in der Eurozone erlaubt aus Sicht der Notenbanker inzwischen eine schrittweise Reduzierung (Tapering) des EZB-Anleiheankaufprogramms. Vieles spricht für eine Taper-Ankündigung im September für Januar 2018. Sollten sich die zuletzt guten Stimmungsindikatoren bei den Unternehmen in harten Konjunkturdaten widerspiegeln, könnte die geldpolitische Straffung verbal auch schon im Sommer angekündigt werden. Einigen EZB-Ratsmitglieder geht das aber offenbar nicht weit genug. So regten jüngst der Österreicher Ewald Nowotny und der Niederländer Klaas Knot an, noch vor dem Ende der Anleihekäufe bzw. mit dem Beginn des Tapering direkt an der Zinsschraube zu drehen.

Doch für eine Normalisierung der Geldpolitik könnte es bereits zu spät sein, glaubt man einer aktuellen Studie der Bank of America mit dem viel sagenden Titel „The day after the Euro“. Demnach würden insbesondere die südlichen Länder der Eurozone durch die anhaltende Niedrigzinspolitik zum Schuldenmachen verleitet – und in eine ernste Krise gestürzt, wenn die Zinsen dann doch mal stiegen. Beispiel Italien: Von 1670 Milliarden im Jahr 2008 stieg der Schuldenstand auf 2270 Milliarden. Rom zahlt dafür jedoch heute nur noch 66 Milliarden Euro Zinsen. Im Jahr 2008 waren es noch mehr als 80 Milliarden.

So oder so erscheint mittelfristig ein Zinsanstieg in der Eurozone unausweichlich. Wenn die US-Notenbank Fed wie angekündigt bis Ende 2018 den Leitzins auf etwa 1,375 Prozent anhebt, führen die daraus resultierenden Kapitalabflüsse zu Kursverlusten und automatisch zu höheren Renditen bei europäischen Anleihen. Allein das würde die Südländer bereits vor gewaltige Budgetprobleme stellen. Wenn dann ein zusätzlicher externer Schock die Eurozone in die Rezession führe, sei der Weiterbestand der gemeinsamen Währung erneut in Gefahr, schreibt die Bank of America.

Von diesem Szenario ist der Euroraum aber weit entfernt. Besonders erfreulich ist die Lage in Deutschland: Die Unternehmen hierzulande haben genug Aufträge, wenige Bundesbürger sind ohne Job. Bereits seit fünf Jahren wächst die deutsche Wirtschaft. Und: Ein Ende des Aufschwungs ist nicht absehbar. Für dieses Jahr sagen die fünf führenden Wirtschafts-forschungsinstitute in ihrem Frühjahrsgutachten ein Wachstum von 1,5 Prozent voraus. 2018 soll die deutsche Wirtschaft den Berechnungen zufolge sogar um 1,8 Prozent wachsen.

Allerdings bleibt die Handelspolitik unter US-Präsident Donald Trump hier ein großer Unsicherheitsfaktor. Und auch die EZB-Geldpolitik birgt konjunkturelle Risiken. Nullzinspolitik und die milliardenschweren Anleihekäufe haben maßgeblich zur Abwertung des Euro beigetragen, kritisiert nicht nur US-Regierung. Analysen zufolge ist die Gemeinschafts-währung zwischen acht und 25 Prozent unterbewertet. Ein Abbau der auf mittlerweile 4,1 Billionen Euro aufgeblähten EZB-Bilanzsumme würde insbesondere die deutsche Exportwirtschaft hart treffen.

Noch aber halten sich EZB und Fed zurück. Deshalb müssen Immobilienkäufer oder Bauherren sich keine Sorgen machen, dass die Kosten für Hypothekendarlehen gravierend anziehen – zuletzt lag der Preis für klassische Kredite mit zehnjähriger Zinsbindungsfrist laut Biallo-Index bei rund 1,35 Prozent. Allerdings sind die Preise für Immobilien in einzelnen Segmenten noch mal deutlich angezogen. So sind nicht nur die Mieten, sondern auch die Kaufpreise von Studentenwohnungen drastisch gestiegen – eine Folge der schwachen Bautätigkeit. Mindestens so sehr wie die Finanzierung entscheidet also die Objektwahl über die wirtschaftliche Gesamtbilanz eines Immobilieninvestments.

Mittelfristig dürfte die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe aber weiter steigen – und damit auch die Kosten für Baugeld. Viele Wohnungs- und Hauseigentümer, deren Kredite in absehbarer Zeit auslaufen, haben bereits in den letzten Wochen auf den zu erwartenden Anstieg der Baugeldzinsen reagiert, in dem sie sogenannte Forward-Darlehen abgeschlossen haben. Sie haben so die Chance genutzt, die aktuell niedrigen Zinsen mit einem Aufschlag für ihre Anschlussfinanzierung gesichert.

ist ein Unternehmen der PlanetHome Group GmbH und auf die Vermittlung von Baufinanzierungen und Ratenkrediten mit nahezu allen Banken, Versicherungen und Bausparkassen in Deutschland spezialisiert. Mit mehr als 600 Mitarbeitern an mehr als 80 Standorten in Deutschland und Österreich ist die PlanetHome Group einer der führenden Dienstleister rund um die Immobilie. In der Baufinanzierung hat PlanetHyp seit Gründung im Jahr 2000 mehr als 85.000 zufriedenen Kunden zum Eigenheim verholfen. Mit über 1 Milliarde vermittelten Darlehensvolumen in 2016 gehört PlanetHyp zu den größten unabhängigen Immobilienfinanzierern und ist mehrfach ausgezeichnet (u.a. als bester Baufinanzierer). Diese langjährige Beratungserfahrung, der Einsatz modernster Technologien sowie ein Team, das Baufinanzierung so unbürokratisch und individuell wie möglich gestaltet, macht unsere Beratungsleistung besonders erfolgreich.

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